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Deutsches Reich
"Heil dir im Siegerkranz" war die Königshymne Preußens und wurde nach der Reichsgründung 1871 die Kaiserhymne. Sie war neben dem Lied die "Wacht am Rhein" die Nationalhymne des Deutschen Reiches 1871 - 1918.
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Heil dir im Siegerkranz,
Herrscher des Vaterlands!
Heil, Kaiser dir.
Fühl´ in des Thrones Glanz
die hohe Wonne ganz:
Liebling des Volkes sein!
Heil Kaiser, dir!
Heilige Flamme, glüh´
glüh´ und erlösche nie
für´s Vaterland!
Wir alle stehen dann mutig für einen Mann,
kämpfen und bluten gern
für Thron und Reich!
Nicht Roß´ und Reisige
sichern die steile Höh´
wo Fürsten steh´n:
Liebe das Vaterlands,
Liebe des freien Mann´s
gründet der Herrscherthron
wie Fels im Meer.
Handlung und Wissenschaft
hebe mit Mut und Kraft
ihr Haupt empor!
Krieger- und Heldentat
finde ihr Lorbeerblatt
treu aufgehoben dort
an deinem Thron!
Sei, Kaiser Wilhelm, hier
lang deines Volkes Zier,
der Menschheit Stolz!
Fühl´ in des Thrones Glanz
die hohe Wonne ganz:
Liebling des Volks zu sein!
Heil, Kaiser, dir!Infos zum Deutschen Kaiserreich
Weimarer Republik
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält!
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt:
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt!
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang:
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand;
Blüh' im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland.
Text: August Heinrich Hoffmann (von Fallersleben)
(1798-1874), "Lied der
Deutschen" ("Deutschlandlied"; 1841)
Musik: Franz Josef Haydn (1732-1809), 2. Satz op. 76,
Nummer 3, G Dur, "Kaiserquartett", 1797. [Das war
ursprünglich die Musik für das alte österreichische Kaiserlied
[= Hymne] "Gott erhalte Franz, den Kaiser...".
1841 auf Helgoland im Exil gedichtet. 1870 bis 1914 als Hymne 'akzeptiert' (aber nicht per se offiziell); vorher war es eher wenig bekannt. Ab 11. August 1922 zuerst Nationalhymne (vorgeschlagen von Friedrich Ebert, SPD). Nur die erste Strophe wurde gesungen.
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1914 (am Beginn des I Weltkrieges) war "Die Wacht am Rhein" beliebter (war aber nicht Nationalhymne!).
Es braust ein Ruf wie Donnerhall
wie Schwertgeklirr und Bogenprall
zum Rhein, zum Rhein zum deutschen Rhein
Wer will des Stromes Hüter sein?
Refrain:
Lieb Vaterland magst ruhig sein,
Fest steht die Wacht am Rhein.
Er blickt hinauf in Himmels Au'n
da Heldenväter niederschau'n
und schwört mit stolzer Kampfeslust
du Rhein bleibst deutsch wie meine Brust!
Der Schwur erschallt, die Woge rinnt
die Fahnen flattern hoch im Wind
am Rhein, am Rhein am deutschen Rhein,
wir alle wollen Hüter sein.
Das Horst-Wessel-Lied wurde nach 1933 bei offiziellen Anlässen zusammen mit, oftmals vor der ersten--nur der ersten!--Strophe des Deutschlandliedes (der offiziellen Hymne) gespielt. Damit war es die 'zweite', aber quasi anerkannte Hymne.
Horst Wessel Lied
(Inoffizielle) NAZI-HYMNE (midi - zip mp3)
Die Fahne hoch! Die Reihen dicht geschlossen!
SA marschiert mit ruhig festem Schritt.
Kameraden, die Rotfront und Reaktion erschossen,
Marschiern im Geist in unsern Reihen mit.
Die Straße frei den braunen Bataillonen!
Die Straße frei dem Sturmabteilungsmann!
Es schaun aufs Hakenkreuz voll Hoffnung schon Millionen,
Der Tag für Freiheit und für Brot bricht an.
Zum letztenmal wird nun Appell geblasen.
Zum Kampfe stehn wir alle schon bereit.
Bald flattern Hitlerfahnen über alle Straßen.
Die Knechtschaft dauert nur noch kurze Zeit.
Erste Strophe (Zeilen 1-4) noch einmal.
Text: Horst Wessel, "Die Fahnen hoch!"
('Horst-Wessel-Lied')
Horst Wessel war ein in die Straßenkämpfe der Weimarer
Republik verwickelter und 1930 dabei getöteter ehemaliger
Student, der später NAZI-'Dichter' wurde. Dieses Lied wurde nach
1933 bei offiziellen Anlässen zusammen mit, oftmals vor der
ersten--nur der ersten!--Strophe des Deutschlandliedes (der
offiziellen Hymne) gespielt. Damit war es die 'zweite', aber
quasi anerkannte Hymne. (Vgl. auch
"Die Wacht am Rhein").